Dettenseer Chronologie
Mittelalter und frühe Neuzeit
- 799
- Graf Gerold stirbt; in einer Schenkung des Grafen an das Kloster Reichenau wird der Name Tatinse benutzt.
- 816
- Erste „offizielle“ Urkunde, in der ebenfalls der Name Tatinse (später auch Tettensee [1443 und 1470] bzw. Dattensöw [1491]) erwähnt wird.
- Mittelalter
- Dettensee liegt umgeben von den Herrschaften Wehrstein, Isenburg und Mühringen, gehört aber zu keiner der drei.
- 14. Jahrhundert
- Das Geschlecht von Falkenstein (Beiname „Hasenbein“) ist in Dettensee ansässig.
- um 1500
- Bau des heute erhaltenen Chors und der Glockenturms der Pfarrkirche St. Cyriak in Dettensee.
- 1510
- Guss einer der Dettenseer Glocken (Zwei weitere, sehr alte wurden im Ersten Weltkrieg eingschmolzen).
- 1516
- Die Herren von Weitingen werden Ortsherren.
- 1529
- Die Herren von Nellenburg erwerben des Dorf.
- um 1585
- Bau des Schlosses von Dettensee, von dem heute noch die Vogtei steht.
- 1591
- Dettensee kommt zu Hohenzollern-Haigerloch.
- 1596
- Das Dorf geht an die Herren von Neuneck.
- 1620
- Dettensee gelangt erneut an Hohenzollern-Haigerloch.
- 1638
- Durch Heirat fällt Dettensee an die Familie von Schleitheim.
- 1715
- Das Kloster Muri in der Schweiz kauft Dettensee.
Neuere Geschichte
- 1720
- In Dettensee siedeln sich mit Erlaubnis des Fürstabts von Muri Juden an (Berichte von Juden am Ort gibt es schon früher).
- 1783
- Das gotische Langhaus der Dettenseer Kirche wird abgerissen und durch ein größeres ersetzt.
- 1790
- 17. Mai: Dettensee wird eigene Pfarrei.
- 1803
- Aufgrund des Reichsdeputations-Hauptschlusses fällt Dettensee als Teil des Oberamts Glatt an Hohenzollern-Sigmaringen.
- 1818
- Das Hauptgebäude des Schlosses wird abgerissen. Bestehen bleiben ein Rundturm und
das Vogteigebäude.
- 1830 bis 1850
- Auch in Dettensee gibt es zahlreiche Auswanderungen nach Amerika.
- 1832
- Bau des „alten Schulhauses“.
- 1854
- Dettensee kommt zum hohenzollerischen Oberamt Haigerloch.
- vor 1914
- In Dettensee wird die Fasnet gefeiert.
- 1922
- Kauf neuer Glocken, nachdem die alten im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen worden waren.
- 1925
- Das Dorf wird Teil des Landkreises Hechingen.
- 1930/31
- Auflösung der jüdischen Gemeinde und Abriss der Synagoge.
- 1939-45
- Während des Zweiten Weltkrieges fallen 33 Dettenseer bzw. werden vermisst; dies waren ca. 10% der gesamten Bevölkerung.
- 1942
- 22. August: Die letzte jüdische Bürgerin Dettensees, Louise Hirsch,
wird nach Theresienstadt und am 26. September ins Vernichtungslager Maly-Trostinec deportiert.
Seit dem Zweiten Weltkrieg
- 1945
- 19. April: Einmarsch französischer Truppen. Acht Gebäude werden bei Kampfhandlungen beschädigt oder zerstört; das Rathaus wird in Brand geschossen, wobei viele wertvolle Dokumente verlorengehen.
- 1948
- Robert Fischer wird zum Bürgermeister gewählt und bleibt bis 1979 im Amt, seit 1971 als Ortsvorsteher.
- 1949-51
- Neubau des Rathauses in Gemeinschaftsarbeit der Dettenseer Bürger.
- 1952
- Erwerb neuer Glocken, nachdem die 1922 gekauften im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden waren.
- 1956
- Beginn der Kanalisierung des Ortes.
- 1960
- Wiedergründung des Gesangsvereins.
- 1966-68
- Erschließung des Neubaugebiets Schlossgarten I.
- 1967-68
- Neubau des Sportplatzes und Bau des Vereinsheims.
- 1971
- Das Rathaus brennt aus unbekannter Ursache ab und wird durch ein Gemeindehaus ersetzt.
- 1971
- Dettensee wird in die Stadt (später: Große Kreisstadt) Horb am Neckar eingegliedert und gehöhrt nun zum Landkreis Freudenstadt.
- 1974
- Neubaugebiet Schlossgarten II begonnen.
- 1975 - 1994
- Flurbereinigung.
- 1978
- Gründung einer Tennisabteilung unter dem Dach des SSV Dettensee.
- 1979 - 1980
- Bau der Tennisplätze.
- 1980 - 2004
- Willi Fischer ist Ortsvorsteher.
- 1981 - 1994
- Dorfentwicklungsmaßnahmen.
- 1983
- Bau des Schlachthauses.
- 1984 - 1985
- Bau des Gemeindepavillons am Weiherplatz.
- 1985 - 1986
- Kompletter Neubau der Ortsdurchfahrt.
- 1987 - 1991
- Bau des Schützenhauses.
- 1985 - 1990
- Renovierung der Vogtei durch Albrecht Laubis.
- 1989
- Bau des neuen Sportplatzes.
- 1993
- Neubaugebiet Schlossgarten III begonnen.
- 1996 - 1999
- Neubau des Vereinsheims des Sport- und Schützenvereins.
- 1999 - 2000
- Bau des Städtischen Kindergartens „Die kleinen Schlossgeister“.
- seit 2004
- Ute Albers ist Ortsvorsteherin.
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